KUNST UND CO.

OBJEKT

Wer seinen Besuchern in Museen, Galerien und anderen Kultureinrichtungen ungetrübte Blicke auf Kunstgegenstände ermöglichen will, kann mit entsprechendem Sitzmobiliar die Voraussetzungen für entspanntes Verweilen schaffen. Wir haben ein paar Ideen, damit das auch wirklich gelingt.

 

Das Kinn auf die Hand gestützt und den Kopf leicht zur Seite geneigt – in dieser nachdenklichen Pose verharrt der Besucher vor dem Kunstobjekt der Begierde, sei es ein Gemälde, eine Skulptur oder eine Installation. Meist verbringt er diese Augenblicke im Stehen und lustwandelt langsam von Werk zu Werk. Dabei mag er an Goethe denken, der seinen Protagonisten Faust sagen lässt:

„Zum Augenblicke dürft’ ich sagen:
Verweile doch, du bist so schön!
Es kann die Spur von meinen Erdentagen
Nicht in Äonen untergehn.
– Im Vorgefühl von solchem hohen Glück
Genieß’ ich jetzt den höchsten Augenblick“

Gelegentlich möchten solche Momente aber auch sitzend genossen werden. Umso mehr, weil die entspannte Pose vielleicht auch die Gelegenheit bietet, sich über das Kunstwerk hinaus auf die Suche nach dem Sinn des Lebens zu begeben. Dafür gibt es Sitzmöbel, die genau für diesen Zweck geeignet sind. Wir zeigen Ihnen hier ein paar Beispiele aus Museen in Deutschland und Österreich, fotografiert von Kay Michalak. Seine Bilder zeigen anschaulich, wie die Vorsaussetzungen dafür geschaffen werden, damit die Begegnung von Mensch und Kunst möglichst lange nachwirkt.

BENCH

von Vitra (Design: Jasper Morrison), Ort: Kunsthalle Bremen

DAY BED

von ClassiCon (Design: Eileen Gray), Ort: Mercedes-Benz-Museum Stuttgart

ORGANIC CHAIR

von Vitra (Design: Charles Eames und Eero Saarinen), Ort: Kunsthaus Graz

PP 512

von PP Møbler (Design: Hans J. Wegner), Ort: Mercedes-Benz-Museum Stuttgart

FRAME

von Paola Lenti (Design: Francesco Rota), Ort: Kunsthalle Bremen

CH28

von Carl Hansen & Søn (Design: Hans J. Wegner), Ort: Jüdisches Museum Berlin

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